Die echte Verschönerung der Kopernik-Straße in Lwiw ist der Potocki-Palast. Noch vor 150 Jahren war der Potocki-Palast das Zentrum des Kulturlebens von Lwiw.
Das Territorium um den Palast herum hießen seit alters Horunschtschina, weil sie noch im XVII. Jahrhundert dem Kosakenleutnant Stefan Potocki gehörten. Am Ende des XIX. Jahrhunderts entschied Graf Alfred der II. Potocki, Politiker und Prior vom Galizien, ein Palast hier zu bauen. Zuerst gab es am diesen Ort einen Park und eine kleine Hofanlage – weidmännische Hofanlage am moorigen Ufer von Poltwa. Der Graf war bekannt als einer Kunstmäzen und Schätzer genau von der französischen Architektur. Deshalb wurde auch der Palast nach dem Projekt des französischen Architektors Louis Dauvergne gebaut. Im Jahr 1861 wurde die Hofanlage abgebaut, und am Ende der 1880er war der Aufbau begonnen. Leider hat der Graf den fertigen Palast schon nicht gesehen. Der Aufbau wurde von Roman Potocki, Sohn von Alfred der II., beendet.
Der Palast war für Galaempfänge und Begrüßungen angedacht, und darin war alles dafür vorgesehen: zahlreiche Empfangszimmer, breites Kutschstall. Die Hauptfassade wird von der Kopernik-Straße mit dem massiven Schmiedetor getrennt. Auf beiden Seiten des Tors gibt es einen Seitenbau für den Wachmann. Seitens der Hinterfront hat der Palast eine Terrasse, abgerundete Stufen mit einer Balustrade gehen gleich in den Park ab.
Innenausstattung des Palasts war im Stil von Ludovic der XVI. angefertigt: Blauer Saal, Spiegelsaal, Roter Saal… Die Wände sind mit den Tapeten von entsprechender Farbe ausgestattet, es gibt viele Stukkatur und Goldanstrich; die Kamine sind mit vergoldener Bronze, Marmor und Kunstmalerei verschönert. Die echte Bewunderung abnötigen der Tanzsaal (Spiegelsaal) und das blaue Empfangszimmer – ehemaliges Eßzimmer des Grafs. Die Kamine, Stukkatur und Wandmalerei sind bis heute bestehen geblieben.
Nach dem Zweiten Weltkrieg stand das Gebäude des Palasts zur Verfügung von verschiedenen Behörden. Schon nach der Restaurierung in Jahr 1975 wurde hier der Eheschliessungspalast eröffnet. Letzlich war der Palast der Gemäldegalerie Lwiw übergelassen. Jetzt können die Besucher in seinen Saalen die Exposition der Innenausstattung und die Muster der europäischen Kunst des XVIII. Jahrhunderts ansehen. Auf dem Territorium des Potocki-Palast wird auch jährlich das Bücherforum der Herausgebern durchgeführt.